
#19 Great Ocean Road
Eine DER berühmten Straßen in der Welt, die man unbedingt entlang fahren soll, heißt es. Und so brechen wir von Phillip Island zum Startpunkt der Küstenstraße auf.
AUSTRALIEN
30.11.2025
11/30/202517 min read
Great Ocean Road
Es gibt diese berühmten Küstenstraßen, von denen es heißt, dass man sie unbedingt entlang fahren oder cooler formuliert „cruisen“ möge. An der Westküste der USA ist es die „California State Route 1“, in Südafrika der „Chapman's Peak Drive“ und in Australien unzweifelhaft die „Great Ocean road“. Bei solch formulierten „must have“ neige ich ja immer zu einer kleinen Skepsis, doch die Great Ocean Road überrascht uns mit ihrer Vielfalt und auch Geschichte.
Auf dem Weg von der Wilsons Promontory zur Great Ocean Road machen wir einen Zwischenstopp auf der Phillip Island und beobachten Surfer auf und in den Wellen. Berühmtheit hat die Insel in Australien für die Pinguin Parade. Jeden Abend zum Sonnenuntergang kommen hunderte von Zwergpinguinen zurück an Land. Von Sitztribünen kann man gemeinsam mit bis zu 3.000 Personen diesem Ereignis beiwohnen. Solch ein Massenereignis reizt uns nicht, da hoffen wir auf unseren weiteren Reise an anderen Orten z. B. in Neuseeland oder Patagonien Ruths kleinen Lieblinge anzutreffen.
Great Ocean Road
Es gibt diese berühmten Küstenstraßen, von denen es heißt, dass man sie unbedingt entlang fahren oder cooler formuliert „cruisen“ möge. An der Westküste der USA ist es die „California State Route 1“, in Südafrika der „Chapman's Peak Drive“ und in Australien unzweifelhaft die „Great Ocean road“. Bei solch formulierten „must have“ neige ich ja immer zu einer kleinen Skepsis, doch die Great Ocean Road überrascht uns mit ihrer Vielfalt und auch Geschichte.
Auf dem Weg von der Wilsons Promontory zur Great Ocean Road machen wir einen Zwischenstopp auf der Phillip Island und beobachten Surfer auf und in den Wellen. Berühmtheit hat die Insel in Australien für die Pinguin Parade. Jeden Abend zum Sonnenuntergang kommen hunderte von Zwergpinguinen zurück an Land. Von Sitztribünen kann man gemeinsam mit bis zu 3.000 Personen diesem Ereignis beiwohnen. Solch ein Massenereignis reizt uns nicht, da hoffen wir auf unseren weiteren Reise an anderen Orten z. B. in Neuseeland oder Patagonien Ruths kleinen Lieblinge anzutreffen.
Auf der Morington Penisula setzen wir vom Fährhafen in Sorrento über die Meerenge nach Queenscliff über. Diese Meereenge hat an ihrer schmalsten Stelle eine Breite von 3,5 km und trennt die Port Philipp Bay vom Pazifik. Die Port Phillip ist eine 60 km mal 60 km große Bucht, an deren nördlichen Ende Melbourne liegt, dessen Hochhäuser wir in der Ferne schemenhaft sehen.
Wir statten Torquay, der Surfhauptstadt Australiens einen Besuch ab. Zwei bekannte Surf-Marken wurden hier gegründet und auch ein Surfmuseum unterstreicht den Hauptstadtanspruch. Gleichzeitig startet in Torquay die Great Ocean Road. Ein nettes Städtchen, ähnlich wie andere Küstenörtchen. Ein paar Kilometer südlicher steuern wir bei Sonnenschein ein paar Aussichtspunkte an und sind von den Ausblicken auf die Steilküste und den darunter liegenden Strände sehr angetan.


Auf der Morington Penisula setzen wir vom Fährhafen in Sorrento über die Meerenge nach Queenscliff über. Diese Meereenge hat an ihrer schmalsten Stelle eine Breite von 3,5 km und trennt die Port Philipp Bay vom Pazifik. Die Port Phillip ist eine 60 km mal 60 km große Bucht, an deren nördlichen Ende Melbourne liegt, dessen Hochhäuser wir in der Ferne schemenhaft sehen.
Wir statten Torquay, der Surfhauptstadt Australiens einen Besuch ab. Zwei bekannte Surf-Marken wurden hier gegründet und auch ein Surfmuseum unterstreicht den Hauptstadtanspruch. Gleichzeitig startet in Torquay die Great Ocean Road. Ein nettes Städtchen, ähnlich wie andere Küstenörtchen. Ein paar Kilometer südlicher steuern wir bei Sonnenschein ein paar Aussichtspunkte an und sind von den Ausblicken auf die Steilküste und den darunter liegenden Strände sehr angetan.


Kurz hinter Airey´s Inlet passieren wir ein architektonisch herausragendes (im wahrsten Sinne des Wortes) Haus, das wir sofort wiedererkennen. Vor geraumer Zeit haben wir eine Reisedokumentation über die Great Ocean Road im Fernsehen gesehen, in dem u.a. dieses Haus und der Besitzer vorgestellt wurden. Damals wirkte dieser Fleck Erde faszinierend und zugleich fern unserer Welt. Und nun stehen wir ein wenig ungläubig vor diesem, im Bewusstsein, dass es doch nicht so unerreichbar ist.


Kurz hinter Airey´s Inlet passieren wir ein architektonisch herausragendes (im wahrsten Sinne des Wortes) Haus, das wir sofort wiedererkennen. Vor geraumer Zeit haben wir eine Reisedokumentation über die Great Ocean Road im Fernsehen gesehen, in dem u.a. dieses Haus und der Besitzer vorgestellt wurden. Damals wirkte dieser Fleck Erde faszinierend und zugleich fern unserer Welt. Und nun stehen wir ein wenig ungläubig vor diesem, im Bewusstsein, dass es doch nicht so unerreichbar ist.


Die Geschichte hinter der Great Ocean Road
Ein kleines Stück weiter passieren wir das Tor, das an die Bauarbeiter, die die Straße gebaut haben erinnert. Die 243 km lange Straße wurde im Zeitraum 1919 bis 1932 von aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrten Soldaten mit Hacke und Schaufeln gebaut. Die Idee war die Kleinstädte an der Südküste miteinander zu verbinden und gleichzeitig 3.000 Soldaten eine sinnvolle Arbeit zu geben. Die Straße wurde den gefallenden Soldaten gewidmet. Somit gilt die Great Ocean Road als das weltgrößte Kriegerdenkmal.


Die Geschichte hinter der Great Ocean Road
Ein kleines Stück weiter passieren wir das Tor, das an die Bauarbeiter, die die Straße gebaut haben erinnert. Die 243 km lange Straße wurde im Zeitraum 1919 bis 1932 von aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrten Soldaten mit Hacke und Schaufeln gebaut. Die Idee war die Kleinstädte an der Südküste miteinander zu verbinden und gleichzeitig 3.000 Soldaten eine sinnvolle Arbeit zu geben. Die Straße wurde den gefallenden Soldaten gewidmet. Somit gilt die Great Ocean Road als das weltgrößte Kriegerdenkmal.


























Zunächst schlängelt sich die Straße an den steilen Bergflanken entlang und verbindet die Strände. Das türkisblaue Meer und die weiß brechenden Wellen begleiten uns. Wir unternehmen einen 9km langen Abstecher ins Landesinnere zum Erskine Wasserfall im Regenwald, der uns an Wasserfälle in Indonesien erinnert. In Lorne und Apollo Bay gönnen wir uns Kaffeepausen, setzen uns am Strand in den Sand und schauen vielen Menschen in Neoprenanzügen zu, wie sie gerade das Surfen lernen. Eine entspannte Stimmung an den Stränden umweht uns. Was für ein Genuss. Weiter zieht die Great Ocean Road ihre Bahnen, bis sie für uns unerwartet von der Küste abbiegt und wir durch Regenwälder fahren. Wir unterbrechen die Fahrt für eine kleine Wanderung durch einen Regenwald, der aus sehr hohen Eukalypten und hellgrünem Farnbäumen besteht.

Zunächst schlängelt sich die Straße an den steilen Bergflanken entlang und verbindet die Strände. Das türkisblaue Meer und die weiß brechenden Wellen begleiten uns. Wir unternehmen einen 9km langen Abstecher ins Landesinnere zum Erskine Wasserfall im Regenwald, der uns an Wasserfälle in Indonesien erinnert. In Lorne und Apollo Bay gönnen wir uns Kaffeepausen, setzen uns am Strand in den Sand und schauen vielen Menschen in Neoprenanzügen zu, wie sie gerade das Surfen lernen. Eine entspannte Stimmung an den Stränden umweht uns. Was für ein Genuss. Weiter zieht die Great Ocean Road ihre Bahnen, bis sie für uns unerwartet von der Küste abbiegt und wir durch Regenwälder fahren. Wir unterbrechen die Fahrt für eine kleine Wanderung durch einen Regenwald, der aus sehr hohen Eukalypten und hellgrünem Farnbäumen besteht.

















Koalas, Koalas, Koalas
Kurze Zeit später biegen wir zu unserem Campingplatz auf der Otway Halbinsel ab. Wir campen zwischen Eukalyptusbäumen und direkt über uns im Baum sitzt ein Koala. Auch weitere Bäume sind von diesen knuddeligen Tieren besetzt. Wenn sie gelegentlich Töne von sich geben, dann klingt es wie ein bassiges Grunzen von Schweinen. Eine Mutter und ihr kleines Junges schlafen in einem Baum. Als Ruth eine Stunde später vorbeischaut, schläft Mutti in Seelenruhe und ihr Zögling macht sich auf, um seine Welt - also seinen Baum - zu erkunden. Zwischendrin schaut er uns an und scheint zu denken, was sind denn das für eigentümliche Wesen da unten. Uns stockt kurz der Atem als der Koala von einem Ast zum Stamm springt und abrutscht. Doch glücklicherweise finden seine Krallen im zweiten Nachfassen Halt.

Koalas, Koalas, Koalas
Kurze Zeit später biegen wir zu unserem Campingplatz auf der Otway Halbinsel ab. Wir campen zwischen Eukalyptusbäumen und direkt über uns im Baum sitzt ein Koala. Auch weitere Bäume sind von diesen knuddeligen Tieren besetzt. Wenn sie gelegentlich Töne von sich geben, dann klingt es wie ein bassiges Grunzen von Schweinen. Eine Mutter und ihr kleines Junges schlafen in einem Baum. Als Ruth eine Stunde später vorbeischaut, schläft Mutti in Seelenruhe und ihr Zögling macht sich auf, um seine Welt - also seinen Baum - zu erkunden. Zwischendrin schaut er uns an und scheint zu denken, was sind denn das für eigentümliche Wesen da unten. Uns stockt kurz der Atem als der Koala von einem Ast zum Stamm springt und abrutscht. Doch glücklicherweise finden seine Krallen im zweiten Nachfassen Halt.









Nach einer ruhigen Nacht besuchen wir das Cape Otway mit dem ältesten und einem der wichtigsten Leuchttürme Australiens, der seit 1848 Schiffen Orientierung in der Bass Straße, wie das Meer zwischen dem Festland und Tasmanien genannt wird, bietet. Wir besichtigen die Telegraphenstation, von der bereits vor 150 Jahren Schiffsichtungen nach Melbourne per Morse-Alphabet gemeldet wurden. Sogar Unterwasserkabel gab es damals schon.
Desweiteren besuchen wir einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, denn selbst hier am südlichsten Ende Australiens wurden von der deutschen Marine Seeminen verlegt und japanische U-Boote wurden auch gesichtet.
Seit ungefähr einer Woche begleiten uns Tageshöchsttemperaturen von 14 bis 19 Grad; eindeutig kühler als zu Beginn unserer Australienreise. Der hiesige November entspricht dem europäischen Mai. Auch wenn das Frühjahr im Kalendar weiter voranschreitet, gilt es zu bedenken, dass wir uns in den letzten drei Wochen ausgehend von Brisbane 1.200 km weiter nach Süden bewegt haben. Übersetzt in den europäischen Kontext wäre dieses so, als ob wir in Rom gestartet wären und nun in Hamburg angekommen sind. Da wäre es in Hamburg erfahrungsgemäß noch ein paar Grad kühler als in Rom vor einem Monat. Ein Nachbar auf einem Campingplatz teilt uns mit, dass er noch nie ein so kühles Frühjahr erlebt habe. Normalerweise seien um diese Zeit 22 bis 26 Grad.
Nach einer ruhigen Nacht besuchen wir das Cape Otway mit dem ältesten und einem der wichtigsten Leuchttürme Australiens, der seit 1848 Schiffen Orientierung in der Bass Straße, wie das Meer zwischen dem Festland und Tasmanien genannt wird, bietet. Wir besichtigen die Telegraphenstation, von der bereits vor 150 Jahren Schiffsichtungen nach Melbourne per Morse-Alphabet gemeldet wurden. Sogar Unterwasserkabel gab es damals schon.
Desweiteren besuchen wir einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, denn selbst hier am südlichsten Ende Australiens wurden von der deutschen Marine Seeminen verlegt und japanische U-Boote wurden auch gesichtet.
Seit ungefähr einer Woche begleiten uns Tageshöchsttemperaturen von 14 bis 19 Grad; eindeutig kühler als zu Beginn unserer Australienreise. Der hiesige November entspricht dem europäischen Mai. Auch wenn das Frühjahr im Kalendar weiter voranschreitet, gilt es zu bedenken, dass wir uns in den letzten drei Wochen ausgehend von Brisbane 1.200 km weiter nach Süden bewegt haben. Übersetzt in den europäischen Kontext wäre dieses so, als ob wir in Rom gestartet wären und nun in Hamburg angekommen sind. Da wäre es in Hamburg erfahrungsgemäß noch ein paar Grad kühler als in Rom vor einem Monat. Ein Nachbar auf einem Campingplatz teilt uns mit, dass er noch nie ein so kühles Frühjahr erlebt habe. Normalerweise seien um diese Zeit 22 bis 26 Grad.












Wir fahren durch Wälder, Hügel, Wiesen- und Farmlandschaften. Derartige unterschiedliche Landschaften hatten wir bisher nicht mit der Great Ocean Road assoziiert. Die Straße schlängelt sich schließlich nah der Küste durch eine unspektakuläre Ebene. Doch das Spektakuläre liegt am Rand: Die Steilküste und insbesondere die berühmten 12 Apostel, bei denen es sich genau genommen um nur acht bis zu 60 m hohe Kalksteinfelsen handelt. Hier tummeln sich viele Touristen aus aller Herren Länder. Wir schießen selbstverständlich auch unsere Fotos - bei allerdings bedeckten Himmel.




Am nächsten Tag fahren wir an der Küste weiter und sind von den weiteren Felsformationen, die nicht ganz so berühmt sind, begeistert. Zum einen werden durch die heutige Sonne die verschiedenen Farben von Stein und Meer betont. Zum anderen sind die Aussichtspunkte bedeutend weniger besucht.
Wir fahren durch Wälder, Hügel, Wiesen- und Farmlandschaften. Derartige unterschiedliche Landschaften hatten wir bisher nicht mit der Great Ocean Road assoziiert. Die Straße schlängelt sich schließlich nah der Küste durch eine unspektakuläre Ebene. Doch das Spektakuläre liegt am Rand: Die Steilküste und insbesondere die berühmten 12 Apostel, bei denen es sich genau genommen um nur acht bis zu 60 m hohe Kalksteinfelsen handelt. Hier tummeln sich viele Touristen aus aller Herren Länder. Wir schießen selbstverständlich auch unsere Fotos - bei allerdings bedeckten Himmel.




Am nächsten Tag fahren wir an der Küste weiter und sind von den weiteren Felsformationen, die nicht ganz so berühmt sind, begeistert. Zum einen werden durch die heutige Sonne die verschiedenen Farben von Stein und Meer betont. Zum anderen sind die Aussichtspunkte bedeutend weniger besucht.
Die London Bridge steuern wir als erstes an. Diese Felshalbinsel war bis zum 15. Januar 1990 Teil des Festlands. Dann kollabierte der Mittelteil ohne Vorwarnung und ein Päarchen, dass zu dieser Zeit auf dem äußern Ende des Felsen stand, befand sich plötzlich auf einer neu gebildeten Insel ohne Rückweg zum Festland. Die Polizei rettete sie mit einem Helikopter. Zur Felsformation „The Grotto“ steigen wir hinab und schauen durch das Loch aufs Meer, bevor wir einen Blick auf die „Bay of Island“ werfen.
Absolutes Highlight für uns ist die „Bay of Martyrs“. Wir gehen zum Strand hinunter und wandern barfuß alleine an dessen Buchten entlang.


Die London Bridge steuern wir als erstes an. Diese Felshalbinsel war bis zum 15. Januar 1990 Teil des Festlands. Dann kollabierte der Mittelteil ohne Vorwarnung und ein Päarchen, dass zu dieser Zeit auf dem äußern Ende des Felsen stand, befand sich plötzlich auf einer neu gebildeten Insel ohne Rückweg zum Festland. Die Polizei rettete sie mit einem Helikopter. Zur Felsformation „The Grotto“ steigen wir hinab und schauen durch das Loch aufs Meer, bevor wir einen Blick auf die „Bay of Island“ werfen.
Absolutes Highlight für uns ist die „Bay of Martyrs“. Wir gehen zum Strand hinunter und wandern barfuß alleine an dessen Buchten entlang.


























Eine australische Form der Auszeit
Beim Abwaschen am kleinen Campingplatz in dem Örtchen Port Campbell komme ich mit Samuel aus Perth ins Gespräch. Seine Frau und er haben eine neunmonatige Auszeit und wollen Tasmanien und Süd- und Ostküste bereisen. Er erzählt, dass man in Australien, wenn man zehn Jahre für eine Firma oder Behörde arbeitet, Anspruch auf eine bezahlte dreimonatige Auszeit hat. Hey, liebe deutschen Arbeitgeber, ihr überlegt doch immer, wie ihr Personal besser an euch binden könnt. Wie wäre es, diese Handhabung als Dankeschön für treue langjährige Mitarbeit zu übernehmen. Diese Regel stammt noch aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, erklärt Samuel. Da viele Australier familiäre Wurzeln in Großbritannien haben, wollten man ihnen ermöglichen ihre Familie zu besuchen. Und da es Flugreisen noch nicht gab, blieb nur der lange, zeitintensive Seeweg.


Eine australische Form der Auszeit
Beim Abwaschen am kleinen Campingplatz in dem Örtchen Port Campbell komme ich mit Samuel aus Perth ins Gespräch. Seine Frau und er haben eine neunmonatige Auszeit und wollen Tasmanien und Süd- und Ostküste bereisen. Er erzählt, dass man in Australien, wenn man zehn Jahre für eine Firma oder Behörde arbeitet, Anspruch auf eine bezahlte dreimonatige Auszeit hat. Hey, liebe deutschen Arbeitgeber, ihr überlegt doch immer, wie ihr Personal besser an euch binden könnt. Wie wäre es, diese Handhabung als Dankeschön für treue langjährige Mitarbeit zu übernehmen. Diese Regel stammt noch aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, erklärt Samuel. Da viele Australier familiäre Wurzeln in Großbritannien haben, wollten man ihnen ermöglichen ihre Familie zu besuchen. Und da es Flugreisen noch nicht gab, blieb nur der lange, zeitintensive Seeweg.


Peter, mit dem wir einen netten Abend auf dem Campingplatz in Jervis Bay verbracht hatten, hatte uns empfohlen nach der Great Ocean Road in Mount Gambier den Blue Lake zu besuchen. Das Wasser dieses Vulkansees ist im Winterhalbjahr graugefärbt. Im November wechselt er innerhalb weniger Tage zu Blau. Dieser Farbwechsel wird durch Algen ausgelöst. Die kräftige, volle Farbe beeindruckt uns sehr.
Peter, mit dem wir einen netten Abend auf dem Campingplatz in Jervis Bay verbracht hatten, hatte uns empfohlen nach der Great Ocean Road in Mount Gambier den Blue Lake zu besuchen. Das Wasser dieses Vulkansees ist im Winterhalbjahr graugefärbt. Im November wechselt er innerhalb weniger Tage zu Blau. Dieser Farbwechsel wird durch Algen ausgelöst. Die kräftige, volle Farbe beeindruckt uns sehr.












Das Ende der Great Ocean Road und auch unsere weitere mehr als 300 km lange Strecke nach Westen verläuft durch einsame, von Landwirtschaft geprägte Landschaften. Felder und Büsche begleiten uns. Cirka alle 50 km durchfahren wir eine kleine Stadt. Auf der Weiterfahrt biegen wir auf eine Schotterstraße ab und passieren rosa und weiß-gräuliche Salzseen, die sich hinter Dünen gebildet haben.
Das Ende der Great Ocean Road und auch unsere weitere mehr als 300 km lange Strecke nach Westen verläuft durch einsame, von Landwirtschaft geprägte Landschaften. Felder und Büsche begleiten uns. Cirka alle 50 km durchfahren wir eine kleine Stadt. Auf der Weiterfahrt biegen wir auf eine Schotterstraße ab und passieren rosa und weiß-gräuliche Salzseen, die sich hinter Dünen gebildet haben.




























































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