
#40 Golden Bay und Abel Tasman Park
Am Nordzipfel Neuseelands befindet sich einer unserer neuseeländischen Lieblingsstrände; vielleicht ist er es sogar unser liebster Strand.
NEUSEELAND
10.04.2026
4/10/20264 min read
Golden Bay
In den nächsten Tagen wollen wir die Gegend um den Abel Tasman Park erkunden. Schon 2003 haben wir uns in den abgelegenen, etwas rauhen Wharariki Beach im Norden der Südinsel verliebt. Folglich besuchen wir unseren Liebling.
Irgendwann vor Jahren fuhr ich morgens auf der Arbeit meinen Computer hoch und als Startbildschirm blendete Microsoft genau diesen Strand ein. So zauberte dieser Startbildschirm oft ein frühes morgendliche Lächeln auf meine Lippen.


Hinter Motueka windet sich die Straße Richtung Norden über den Takaka Hill. Ungefähr 500m hoch und entsprechend auf der anderen Seite wieder runter. Genau betrachtet handelt es sich um eine hundert Kilometer lange Sackgasse und folglich dürfen wir ein paar Tage später den Bergpass nochmals überwinden.
Nachdem wir die zahlreichen Kurven und Serpentinen hinter uns gelassen haben gönnen wir uns jeder bei einem Zwischenstopp in Takaka einen Cappucino. Takaka ist ein kleines Hippieörtchen mit einigen alternativen Läden.
Wir suchen ein Café auf, dass wir schon vor zehn Jahren besucht hatten. Und hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Verlässlichkeit scheint das Hippie-Dasein auszuzeichnen.


Die Schönheit des Wharariki Beach beginnt mit einem schönen, viertelstündigen Spaziergang über grüne Hügel, auf denen Schafe weiden. Zwei kleine Wäldchen passieren wir, bevor die Dünen kommen, hinter denen dann „unser“ Wharariki-Beach mit seinen besonderen Felsformationen liegt. Wie erwartet empfängt er uns: rauh, wild und zugleich vertraut. Ich wate durch das frische Wasser, schaue ein paar Seehunden zu. Wir sind glücklich, diesen Ort nochmal in unserem Leben besuchen zu dürfen. Als wir vor zehn Jahren Neuseeland verließen und im Flieger nach Sydney saßen, freuten wir uns zwar, dass wir nun die australische Metropole kennenlernen würden, doch der Abschiedsschmerz von Neuseeland überwog. Daher sind wir so dankbar nochmal dieses tolle Land, das uns ans Herz gewachsen ist, ein drittes Mal zu besuchen. Und dieser besondere abseits liegende Strand verkörpert irgendwie unsere Freude und Dankbarkeit.




























Am Spätnachmittag beziehen wir in Pakawau an der Golden Bay einen Stellplatz direkt am Meer, der auch bei Anglern beliebt ist und wir sind schon ob deren technischen Finessen überrascht.
Ein Kiwi fährt mit seinem Quad ans Wasser. In einer Kiste ist sein Netz. Er hat eine ferngesteuerte Wasserdrohne, die das Netz aufs Meer hinaus zieht. Ein Boot zum Auslegen braucht man nicht mehr. Doch am nächsten Morgen tobt ein ca. siebzigjähriger Fischfreund dieses. Mit seiner Angel und einer fetten Drohne geht er an den Strand. Die Angelroute steckt er in den Strand. Dann befestigt er mehrere Köder an fünf Angelhaken der Angelschnur und legt das Ende der Schnur in eine Öse seiner Drohne. Die Drohne steuert er nun hoch in den Himmel und dann weit über dem Meer löst er die Öse aus und die Leine fällt ins Meer. Vom Ufer kann er die Köder bei Weitem nicht soweit werfen. Nach einer halben Stunde holt er die Angel ein. Kein Fisch zappelt an der Angelschnur, also bringt unser Nachbar per Drohne die Leine erneut aus. Zwanzig Minuten später zieht er einen über einen halben Meter langen Fisch an Land. So sieht Hightechangeln heute aus.








Am Folgetag paddeln wir vom Tata Beach über die Walnut Bay durch den nördlichen Bereich des Abel Tasman Parks. Wir haben die Natur für uns. Keine Boote weder mit Motor noch mit Paddel begleiten uns. Felsen und ein paar Strände ziehen an uns vorbei und wir ziehen unsere Bahn in dem grünlich-blauen Wasser. Anfangs treffen wir auf einen Felsbogen. Da könne man durchfahren, hatte unser Kajakvermieter uns mitgeteilt. Zunächst ist Ruth davon noch nicht so überzeugt, aber schließlich paddeln wir hindurch.
Nebenbei gibt es im Video einen Dialog über die Arbeitsteilung beim Paddeln an einem Montagmorgen. Da vertreten wir beide unterschiedliche Meinungen...













In Marahau übernachten wir. Hier am Südende des Abel Tasman Parks startet bzw. endet - je nachdem von wo man losläuft - der beliebte Abel-Tasman-Track. Entsprechend voller sind die hiesigen Campingplätze. Auf dem Wasser düsen Wassertaxis die Touristen in den Park und einige geführte Kajaktouren sind unterwegs. Im Vergleich zur Golden Bay herrscht hier schon fast Rushhour. Unser Campingplatz wirkt von der Ausstattung hipper und alternativer als seine örtlichen Marktbegleiter: eine Cafebar, ein open-air-Billiardtisch, ein Yoga-Deck auf der grünen Wiese, wo ich unter freiem Himmel meine Yoga- und Rückenübungen praktiziere, ein umfunktionierter Container, aus dem Frühstück, Baguette und weitere kleine Speisen den ganzen Tag angeboten werden. Hinter dem Beachvolleyballfeld stehen ein paar hübsche Holzliegen mit Blick aufs Meer bereit. Nebenan bietet ein Restaurant Holzofenpizza statt Fastfood. Da gönnen wir uns dann mal gleich eine vegetarische Pizza.
Nach dem Frühstück bei Sonnenschein nebst Besuch eines Wekas (= kleine braune Rebhuhn ähnliche Vögel). begeben wir uns zu einem Strand, von dem wir den gespaltenen Apfel-Fels sehen können oder um beim original Namen zu bleiben „Split Apple Rock“. Das Bild ist selbsterklärend.




















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